Lawinengefahrenprognose

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13.5.2019

 

Lawinengefahr im Sommer

 

Während der Wintermonate ist die Lawinengefahr die Hauptgefahr bei alpinen Aktivitäten, weshalb auch in dieser Zeit eine tägliche Beurteilung der Schneedeckenstabilität, der Lawinenauslösewahrscheinlichkeit, dem Umfang der Gefahrenstellen und der Größe der zu erwartenden Lawinen von den Lawinenwarndiensten durchgeführt wird.

 

In den Sommermonaten, wo andere alpine Gefahren in den Vordergrund rücken, beschränkt sich eine Gefährdung durch Lawinen vorwiegend auf die Zeit während und nach Schneefällen.

 

Eine Beurteilung der Lawinengefahr für eine geplante Bergtour im Sommer unterscheidet sich dabei nicht wesentlich von einer Gefahrenbeurteilung im Winter. Es gilt, auch ohne Gefahrenprognose oder Lagebericht, die Gefahrenstellen und –quellen zu erkennen.


Dabei gilt es folgende Punkte zu beachten:

  • Größere Neuschneemengen führen im Gebirge immer zu Lawinengefahr

  • Der Wind als Baumeister der Lawinen verfrachtet den Schnee und bildet Triebschneeablagerungen

  • Die stärkere Sonneneinstrahlung im Sommer führt zu einem markanten Temperaturanstieg, wodurch die Schneedecke rasch durchfeuchtet wird, an Festigkeit verliert und als spontane Nassschneelawine abgleiten kann.

Als Planungs- und Gefahrenbeurteilungsunterstützung für die Sommerzeit ohne Gefahrenprognose stehen

zur Verfügung

Der Lawinenwarndienst Kärnten wünscht eine schöne und unfallfreie Sommerzeit und freut sich auf ein Wiedersehen in der Wintersaison 2019 / 2020.

 

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