Lawinenwarndienst Kärnten

Starkschneefall-Lawinengefahr.jpg

19.11.2019

Warnung vor Outdooraktivitäten in höheren Lagen bleibt noch aufrecht

Heute regnet und schneites es im Westen Kärntens den ganzen Tag leicht bis mäßig. Der Niederschlag hört zu Mitternacht auf.

In höheren Lagen sorgt der neuerlich starke bis stürmische Wind aus südwestlicher Richtung wieder für frische, störanfällige Triebschneeablagerungen, welche spontan abrutschen können.


Eine Lawinengefahrenprognose mit Gefahrenstufe wird vom LWDK erst für das kommende Wochenende herausgegeben.

Es darf daraf hingewiesen werden, dass die Gefahrenstufe für eine Region, welche mindestens 100 km2 groß ist, gilt und nicht auf einen Einzelhang umgelegt werden kann.

17.11.2019

Vor Outdooraktivitäten wird in Oberkärnten DRINGEND abgeraten - Derzeit herrscht eine sehr kritische Lawinensituation

Heute schneit und regnet es noch bis Mitternacht. Die Schneefallgrenze liegt im Westen bei 1300 m - 1800 m und im Osten bei 1900 m - 2200 m. Erst mit nachlassen der Niederschläge sinkt diese bis gegen 1000 m. In höheren Lagen liegt 3 m und mehr Neuschnee. In exponierten Lagen wurde dieser durch den stürmischen Wind aus südlicher Richtung stark verfrachtet wo dieser dann 6 m und mehr, hoch sein kann. Diese Triebschneeablagerungen rutschen immer wieder als Schneebrett ab, welche auch größere Ausmaße annehmen.

In tieferen Lagen wurde der Neuschnee durch den Regen stark durchfeuchtet und da dieser eine nur schwache bis keine Bindung zum Untergrund hat rutsch dieser an glatten Geländeteilen immer wieder als Gleitschnee- oder Nassschneelawine ab.


Vor Outdooraktivitäten in Oberkärnten wird dringend abgeraten!!!

Der Lawinenwarndienst Kärnten ersucht auch, den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge zu leisten.


Der Lawinenwarndienst Kärnten setzt derzeit keine Gefahrenstufe für die Kärntner Regionen fest. In dieser außergewöhnlichen Situation zum Saisonbeginn soll eine Gefahrenstufe nach der fünfteiligen Europäischen Lawinengefahrenskala nicht zur Falschinterpretation als Planungsgrundlage von Outdooraktivitäten herangezogen werden können.

17.11.2019

Hohe Schneefallgrenze und stürmischer Wind

Die Schneefallgrenze steigt bis gegen 2000 m an. Mit Gleit- und Nassschneelawinen muss gerechnet werden. In höheren Lagen wird der Neuschnee mit stürmischem Süd- bis Südostwind teils massiv verfrachtet. Große und auch sehr große Schneebrettlawinen können sich spontan lösen.

16.11.2019

Kurze Wetterberuhigung

Die Wetterwarnung der ZAMG wurde auf ORANGE zurückgestuft. In der Nacht auf Sonntag intensivieren sich die Niederschläge wieder. Der Niederschlagsschwerpunkt liegt wieder im Südwesten Kärntens. Die Schneefallgrenze steigt während den Nachtstunden auf bis zu 2000 m.

15.11.2019

ZAMG Wetterwarnung -- ROT --

Die Wetterwarnung der ZAMG wurde auf ROT gestellt.

Infos unter Wetterwarnung


INCA Wettervorhersagemodell

INCA-Warnung.png

15.11.2019

Mit stürmischem Südföhn bringt eine Kaltfront wieder größere Niederschlagsmengen im Westen

Bei einer Schneefallgrenze um 1500 m bis 1900 m bringt eine Kaltfront von Süden her größere Niederschlagsmengen im Westen Kärntens. In der ersten Nachhälfte verlagert sich die Front ostwärts. Am Samstag wird das Wetter zwischenzeitlich wieder ruhiger. Am Sonntag sind mit einer nächsten Front wieder intensivere Niederschläge zu erwarten.

In höheren Lagen entstehen mit teils stürmischem Südföhn wieder umfangreiche, große Triebschneeablagerungen.

14.11.2019

Vor dem nächsten Italientief sorgt Zwischenhocheinfluss für ruhigeres Wetter

Am 14.11. sorgt Zwischenhocheinfluss für ruhiges Herbstwetter und oberhalb des Hochnebels im Westen für sonniges Wetter. Am 15.11 erfasst ein nächstes Italientief Kärnten welches wieder im Westen für teils kräftigen Niederschlag sorgt. Die größten Niederschlagsmengen werden wieder im Südwesten erwartet.

Der jetzt liegende und bis rund 2000 m auch recht feuchte Schnee wird sich unter Zwischenhocheinfluss setzen können hat aber meist keine oder nur eine sehr schlechte Bindung zum Untergrund. In höheren Lagen wurde der Schnee vom starken bis teilweise auch stürmischen Wind verfrachtet und hat zahlreiche große Triebschneeablagerungen gebildet.

Der Zwischenhocheinfluss am 14.11. sollte nicht dazu genutzt werden die ersten alpinen Skitouren zu unternehmen.

12.11.2019

Im Westen steigt die Lawinengefahr mit großem Neuschneezuwachs

Ein kräftiges Tief zieht am 12.11. bis in die Adria und sorgt nachmittags und in den Nachtstunden, in Oberkärnten, oberhalb von rund 800 m, für viel Neuschnee. Auch am 13.11. bleibt das kräftige Adriatief wetterbestimmend und sorgt abermals in Oberkärnten für viel Neuschnee.

In Summe werden hier derzeit 150 cm und örtlich auch etwas mehr erwartet.


Die mächtige Neuschneedecke wird am überwiegend aperen Boden vielerorts noch keine Bindung haben und kann spontan abrutschen. Dies kann insbesondere bei exponierten Verkehrswegen zu Problemen führen.


In höheren Lagen sorgt der starke bis stürmische Wind aus südlicher Richtung auch für umfangreiche, große Triebschneeablagerungen. Dadurch wird nicht nur die gesamte Neuschneedecke geschwächt, sondern es erhöht sich auch die Mächtigkeit der Neuschneedecke welche als Lawine abrutschen kann.


Vor Aktivitäten im Gelände muss derzeit dringend abgeraten werden. Auch für Donnerstag für den eine Wetterbesserung prognostiziert wurde. Die Schneedecke findet nicht genug Zeit sich zu verfestigen.