Lawinenwarndienst Kärnten

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01.10.2019

Auf Grund des großen Erfolges der 2015 und 2017 durchgeführten Lawinensymposien mit jeweils über 600 Teilnehmern werden wir das dritte Symposium in Graz veranstalten. Die Kernaufgabe der Naturfreunde Österreich als auch der ZAMG Graz (in der Steiermark und in Niederösterreich für den Lawinenwarndienst zuständig), liegt in der Sensibilisierung sowie der fachlichen Schulung im Bereich Risikomanagement und Lawinengefahr, für alle Wintersportler im alpinen Gelände.

 

Das internationalen Lawinensymposium 2019 bietet dafür wieder eine Plattform für Experten als auch Einsteiger sich der Thematik zu widmen. Internationale Experten referieren wieder über die aktuellen Ergebnisse der Lawinenforschung, geben Einblick darüber wie der Lawinenlagebericht entsteht und wo dabei die Grenzen liegen, analysieren Unfälle und geben Aufschluss darüber welche Rolle der Mensch im gesamten Risikomanagement Lawine spielt.

 

Die Themen des Symposiums:

• Alpinismus und Tourismus

• Schnee- und Lawinenkunde

• Lawinenprognose und Meteorologie

• Risikomanagement

• Rechtliche Aspekte

 

Wann: 12. Oktober 2019, 9:00 bis ca. 17:00 Uhr

Wo: Graz, Arbeiterkammersaal

Was: Vorträge in zwei Sälen (Skitouristisch und Expert), Workshops, Präsentation div. Hersteller im Avalanche-Safty-Bereich

Wer: Vortragende sind die Naturfreunde Österreich gemeinsam mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG)

https://lawinensymposium.naturfreunde.at/

 

Lawinengefahr im Sommer

 

Während der Wintermonate ist die Lawinengefahr die Hauptgefahr bei alpinen Aktivitäten, weshalb auch in dieser Zeit eine tägliche Beurteilung der Schneedeckenstabilität, der Lawinenauslösewahrscheinlichkeit, dem Umfang der Gefahrenstellen und der Größe der zu erwartenden Lawinen von den Lawinenwarndiensten durchgeführt wird.

 

In den Sommermonaten, wo andere alpine Gefahren in den Vordergrund rücken, beschränkt sich eine Gefährdung durch Lawinen vorwiegend auf die Zeit während und nach Schneefällen.

 

Eine Beurteilung der Lawinengefahr für eine geplante Bergtour im Sommer unterscheidet sich dabei nicht wesentlich von einer Gefahrenbeurteilung im Winter. Es gilt, auch ohne Gefahrenprognose oder Lagebericht, die Gefahrenstellen und –quellen zu erkennen.


Dabei gilt es folgende Punkte zu beachten:

  • Größere Neuschneemengen führen im Gebirge immer zu Lawinengefahr

  • Der Wind als Baumeister der Lawinen verfrachtet den Schnee und bildet Triebschneeablagerungen

  • Die stärkere Sonneneinstrahlung im Sommer führt zu einem markanten Temperaturanstieg, wodurch die Schneedecke rasch durchfeuchtet wird, an Festigkeit verliert und als spontane Nassschneelawine abgleiten kann.

Als Planungs- und Gefahrenbeurteilungsunterstützung für die Sommerzeit ohne Gefahrenprognose stehen

zur Verfügung

Der Lawinenwarndienst Kärnten wünscht eine schöne und unfallfreie Sommerzeit und freut sich auf ein Wiedersehen in der Wintersaison 2019 / 2020.